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Hybrid

Hybrid-Palettenwechsler

Wenn ein Verfahren die Ladung nicht abdeckt, führt eine Maschine zwei zusammen. Die Matrix zeigt, welche Kombinationen möglich sind und welche Zusatzfunktionen dazukommen.

Hybrid-Palettenwechsler PW2000H mit Schiebe- und Klemmfunktion, Kistenstapel in der Maschine

5

Verfahren im Baukasten

Klemmen, Drehen, Kippen, Schieben, Ziehen

4

koppelbare Verfahrenspaare

nach heutigem Entwicklungsstand, weitere auf Anfrage

9

Zusatzfunktionen

in dieselbe Maschine integrierbar, zusätzlich zum Palettenwechsel

Paletten wechseln, wenden, umpalettieren, und dann? Die drei Grundverfahren decken den größten Teil der Anwendungen ab. Es bleibt ein Rest: Ladung, die für ein Verfahren zu empfindlich und für das andere zu ungleichmäßig gepackt ist. Quellpaletten mit Rändern. Prozesse, in denen neben dem Wechsel noch zentriert, gereinigt oder getrennt werden muss.

Für diesen Rest gibt es die Hybridmaschine. Sie führt zwei Verfahren in einem Rahmen zusammen oder nimmt eine Zusatzfunktion auf, für die sonst eine zweite Station stünde. Welche Kombinationen möglich sind, zeigt die Matrix.

Was eine Maschine statt zweier bringt

  • Ein Durchlauf statt zweier Stationen. Mehrere Prozesse laufen in derselben Maschine, die Ladung wird nur einmal übergeben.
  • Eine Stellfläche statt zweier. In der Intralogistik ist der Boden der knappe Posten, nicht die Technik darüber.
  • Eine Investition statt mehrerer. Ein System, eine Steuerung, ein Wartungsvertrag.

PW1000H: Schieben und Ziehen

Hybrid-Palettenwechsler PW1000H mit Ziehvorrichtung

Nicht jede Ladung und jeder Palettentyp lässt sich mit dem Schiebeverfahren des PW1000 abdecken. Push-Pull-Anbaugeräte für Gabelstapler sind aus dem palettenlosen Lagern und Verladen bekannt. Ein Gerät mit ähnlicher Funktion haben die Ingenieure bei Baust für den Palettenwechsler entwickelt.

Damit arbeitet der PW1000H zusätzlich im Ziehverfahren: Ein Deckblatt oder Slipsheet wird an einer überstehenden Lasche zwischen Ladung und Palette gezogen. Die Ladung gleitet noch sanfter hinüber als beim Schieben, zwischen Ware und Palette entsteht keine Reibung.

Die Ziehvorrichtung des PW1000H wird von Hand geschlossen und geöffnet. Viel Funktion im kleinen Format. Für die Modelle PW2000 bis PW6000 sind Automatisierungen erhältlich.

PW2000H: Schieben und Klemmen

Hybrid-Palettenwechsler PW2000H, Schieben und Klemmen in einer Maschine

Paletten und Ladungen im selben Betrieb sind oft so verschieden, dass ein Verfahren nicht reicht. Das Schieben eignet sich für empfindliche Ladung, die nicht gekippt oder geklemmt werden darf, und es kommt mit Lücken in der Stapelung zurecht. Kritisch wird es bei Quellpaletten mit Rändern oder herausstehenden Strukturen.

Beim Klemmen spielt die Oberfläche der Quellpalette keine Rolle. Druckstabile und robuste Ladung wechselt deshalb im PW2000H über die Klemmfunktion, die empfindliche über die Schiebefunktion. Zwei Wege in einer Maschine, die Bedienung entscheidet je Palette.

PW550: Klemmen und Längstransfer im Reinraum

Palettenwechsler PW550 in Edelstahl für den Reinraum

Der PW550 verbindet das Klemmverfahren des PW500 mit dem Längstransfer des PW3000. Ladung und Palette laufen dabei in einer Achse durch die Maschine, Schwarz- und Weißbereich bleiben getrennt und eine Kreuzkontamination ist ausgeschlossen. Gebaut für Reinräume, in denen wenig Platz ist.

Zentrieren beim Überschieben

Während des Überschiebens lässt sich die Position der Ware auf der Zielpalette längs und quer anpassen. Der Wechsel im Schleusenbetrieb bringt damit gleichzeitig eine deutlich bessere Zentrierung, ohne eine zweite Station dafür.

Deckblatthandling

Das Deckblatt, auch Slipsheet, schützt die Unterseite der Ladung vor Verschmutzung und vor Beschädigung durch die Palette. Beim Wechsel wird es zur Frage: Es kann auf der Quellpalette liegen bleiben, an der Ware haften oder den Prozess stören. Verschiedene Deckblattoptionen lassen sich deshalb in die Maschine integrieren. Sie sind auf allen fünf Verfahren möglich.

Welche Verfahren lassen sich koppeln

Die Tabelle liest sich in beide Richtungen. Ein Punkt bedeutet, dass beide Verfahren in einer Maschine arbeiten. Das Ziehen gibt es ausschließlich in Kombination, nicht als eigene Baureihe.

Verfahren KlemmenDrehenKippenSchiebenZiehen
Klemmen nicht möglich nicht möglich möglich möglich nicht möglich
Drehen nicht möglich nicht möglich möglich nicht möglich nicht möglich
Kippen möglich möglich nicht möglich nicht möglich nicht möglich
Schieben möglich nicht möglich nicht möglich nicht möglich möglich
Ziehen nicht möglich nicht möglich nicht möglich möglich nicht möglich

Nach rechts wischen für alle Spalten.

Vier Paare, jedes in beide Richtungen gelesen. Ihre Kombination ist nicht dabei? Die Entwicklung sitzt im Haus, schildern Sie uns die Ladung.

Welche Zusatzfunktion zu welchem Verfahren

Neben der Kopplung zweier Verfahren nimmt eine Maschine Aufgaben auf, für die sonst eine zweite Station stünde. Ein Punkt bedeutet, dass die Funktion auf diesem Verfahren aufsetzt.

Zusatzfunktion KlemmenDrehenKippenSchiebenZiehen
Hygieneschleuse mit Zonentrennung nicht möglich nicht möglich nicht möglich möglich möglich
Zentrieren von Ladung und Palette möglich nicht möglich möglich möglich möglich
Ausrichten der Ladung möglich nicht möglich möglich möglich möglich
Deckblatthandling möglich möglich möglich möglich möglich
Doppeln zwei Ladungen mit Palette übereinander stapeln möglich nicht möglich nicht möglich nicht möglich nicht möglich
Aufsatteln leere Palette unter eine Palette mit Ladung setzen möglich nicht möglich nicht möglich nicht möglich nicht möglich
Paletten teilen etwa 2 Düsseldorfer Paletten aus einer Europalette möglich möglich möglich möglich möglich
Beschädigte Ladungen austauschen nicht möglich möglich nicht möglich nicht möglich nicht möglich
Absaugung und Reinigung möglich möglich möglich möglich möglich

Nach rechts wischen für alle Spalten.

Baust-Mitarbeiter erklärt eine Zeichnung neben einer Anlage in der Fertigung
Abstimmung an der Zeichnung, Langenfeld

Die Kombination entsteht in Langenfeld

Jede Hybridmaschine ist eine Sonderauslegung. Mechanik und Steuerung entstehen im eigenen Haus, deshalb lässt sich eine Kombination rechnen, die es so noch nicht gab. Wer anruft, spricht mit den Leuten, die die Maschine später bauen.

Häufige Fragen

Was ist ein Hybrid-Palettenwechsler?
Eine Maschine, die zwei Wechselverfahren vereint oder zusätzlich zum Palettenwechsel weitere Aufgaben übernimmt. Statt zwei Maschinen hintereinander steht eine Station in der Linie.
Gibt es das Ziehverfahren auch einzeln?
Nein. Das Ziehen ist eine Vorrichtung auf einer Schiebemaschine, keine eigene Baureihe. Beim PW1000H wird sie ergonomisch von Hand geschlossen und geöffnet, ab PW2000 sind Automatisierungen erhältlich.
Für welche Ladung eignet sich das Ziehverfahren?
Für sensible und instabile Ladung, die sich weder klemmen noch drehen, kippen oder schieben lässt. Typisch sind Joghurtbecher und andere Milcherzeugnisse in Bechern, Eier in Kartonlagen sowie Obst und Gemüse in offener Kartonage. Es entsteht keine Reibung zwischen Ware und Palette.
Was passiert mit dem Deckblatt beim Wechsel?
Ohne Vorkehrung bleibt es auf der Quellpalette liegen oder hängt an der Ware und stört den Prozess. Deshalb lassen sich verschiedene Deckblattoptionen in die Maschine integrieren, auf allen fünf Verfahren.
Meine Kombination steht nicht in der Matrix. Und jetzt?
Dann schildern Sie uns die Ladung. Mechanische und elektrische Entwicklung sitzen im Haus, die Matrix zeigt den heutigen Stand und nicht die Grenze des Machbaren.

Beschreiben Sie Ihre Anwendung, wir rechnen den Takt.

Palettenformat, Gewicht, Durchsatz und Anforderung genügen für eine erste Auslegung. Sie sprechen mit den Leuten, die die Anlage später bauen.